Hochwasser in Pakistan
Einblicke in die Schadensbewertung anhand von Copernicus Sentinel-2-Bildern und zusätzlichen Geodaten

Es war eine der schlimmsten Flutkatastrophen seit den Überschwemmungen in Südasien im Jahr 2020 und die schlimmste in der Geschichte des Landes, das zum Flutkatastrophenfall erklärt wurde. Pakistan wurde von heftigen Monsunregenfällen und schmelzenden Gletschern nach einer schweren Hitzewelle heimgesucht, die alle zu diesem extremen Ereignis beitrugen, das stark mit dem Klimawandel zusammenhängt. Die Überschwemmungen haben Gebäude, Infrastruktur, Ernten und Vieh von den Hügeln in die Ebenen gespült, so dass die pakistanische Regierung von Schäden in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar ausgeht.

Das Cloudeo-Team führte eine Geodatenanalyse über eine der größeren Überschwemmungsregionen durch, um aus den Geodaten Erkenntnisse zu gewinnen, die Behörden und Institutionen sowie alle Akteure nützen können.

Das Untersuchungsgebiet umfasst Teile der Provinzen Belutschistan und Sindh, wobei letztere den größten Teil der Fläche einnimmt. Die Analyse verwendet hochauflösende Satellitenbilder für die Kartierung der Überschwemmungen und ergänzende Geodatensätze (Landnutzung/Bodenbedeckung und Gebäude in dem Gebiet), um die Ergebnisse zu untermauern.* Für die Satellitenbilder wurden Copernicus Sentinel 2-Bilder verwendet, um die mit Wasser bedeckten Gebiete zu ermitteln.

Mit Hilfe von Satellitenbildern lassen sich solche Veränderungen der Bodenbedeckung überwachen und aussagekräftige Erkenntnisse über bestimmte Gebiete von Interesse (AOI) gewinnen. Cloudeo nutzte die hochauflösenden Bilder von Copernicus Sentinel-2 (10m-Pixelgröße) von Sentinel Hub um das Ausmaß der Auswirkungen dieser verheerenden Fluten abzuschätzen.

Auswirkungen der Flutkatastrophe

Am 3. September waren insgesamt 12.768 Quadratkilometer im betroffenen Gebiet von Wasser bedeckt. Davon waren 70 % Ackerland, und in den Provinzen Belutschistan und Sindh waren insgesamt 5115 bzw. 60135 Gebäude betroffen.


 


Insbesondere aufgrund dieses extremen Flutereignis gab es im AOI am 3.9.2022:

  • mehr als 10.000 betroffene Gebäude in den Bezirken Kambar Shahdad Kot und Khairpur,

  • zwischen 5.000 und 10.000 betroffene Gebäude in den Bezirken Dadu, Naushahro Feroze und Shaheed Benazir Abad,

  • zwischen 1.000 und 5.000 betroffene Gebäude in den Bezirken Jamshoro, Jaffarabad, Sukkur, Larkana, Jacobabad, Shikarpur und Sanghar sowie 

  • mindestens 1.000 betroffene Gebäude in den Bezirken Sohbatpur, Jhal Magsi, Kashmore, Nasirabad und Nasirabad.

Die Verteilung der vom Flutereignis am 3. September betroffenen Gebäude ist in der folgenden Abbildung dargestellt:


 

Satellitenbilder in Kombination mit relevanten Geodaten können das Ausmaß der Auswirkungen eines schweren Umweltphänomens, wie z. B. Überschwemmungen, aufzeigen. Mit der richtigen Analysemethode können aussagekräftige Erkenntnisse gewonnen werden, nicht nur für die Schadensbewertung und die Überwachung solcher verheerenden Ereignisse, sondern auch zur Unterstützung der humanitären Bemühungen weltweit.

Laden Sie den Kurzbericht über die Auswirkungen von Überschwemmungen in den Provinzen Belutschistan und Sindh rund um den Indus herunter, und erfahren Sie, wie Sie hochauflösende Satellitenbilder wie Copernicus Sentinel-2 nutzen können, um wertvolle Erkenntnisse für die Bewertung von Naturgefahren und menschlichen Krisen zu gewinnen:

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*Bitte beachten Sie, dass die in diesem Bericht vorgestellte Analyse Informationen aus ESA WorldCover und der GlobalMLBuildingFootprints-Datenbank enthält, die der Open Database License (ODbL) unterliegen. Die für die Analyse verwendeten administrativen Grenzen des betroffenen Gebiets wurden über den vom Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) verwalteten humanitären Datenaustausch zur Verfügung gestellt. Beachten Sie auch, dass sich alle Zahlen zu den Auswirkungen auf den Stand vom 3. September 2022 beziehen und sich ändern können. Wenn Sie eine aktuellere Analyse für ein bestimmtes Ereignis benötigen, kontaktieren  Sie bitte unser Vertriebsteam
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