Digitale Höhenmodelle
Entdecken Sie die verschiedenen Arten an Höhenmodellen, die in Erdbeobachtungs- und GIS-Anwendungen verwendet werden.

Karten sind großartig - sie lassen sich ausdrucken und leicht auf Bildschirmen anzeigen und sind somit tragbar und leicht zu verwenden. Aber sie sind flach. Die räumliche Dimension der Höhe ist in Karten meist nicht zu erkennen - selbst bei topografische Karten, die Höhenlinien (Isohypsen) zur Darstellung der Geländeform verwenden, ist es nicht einfach, Erhebungen und Senken in unserer Umwelt zu erkennen.

Genaue  Höhendaten  sind jedoch für viele Anwendungen von entscheidender Bedeutung: für Sichtbarkeitsanalysen, die Erstellung von Sichtlinienmodellen für Telekommunikationstürme, für das Verständnis von Hydrologie und Erosionsmustern in der Landwirtschaft oder in der Stadtplanung oder für die Einschätzung von Überschwemmungsrisiken für Versicherungsunternehmen - um nur einige Beispiele zu nennen.

DGM und DOM - zwei " Varianten " von digitalen Höhenmodellen


Für Unternehmen und Verwaltungen, die auf solche Geodaten angewiesen sind, sind digitale Höhenmodelle die Lösung. Höhenmodelle werden aus einer Vielzahl von Daten erstellt. Radardaten wie Synthetic Aperture Radar, luftgestützte Laser-Altimetrie (LiDAR), Stereo- und Tri-Stereo-Bilder und bodengestützte Messungen (mit GPS oder traditioneller Landvermessung) werden verwendet, um Datensätze zu erstellen, die in geografische Informationssysteme (GIS) eingefügt werden können.

Die Modelle gibt es im Wesentlichen in zwei Varianten:

Digitale Oberflächenmodelle (DOM), die einer wirklichkeitsgetreuen Ansicht von oben so nahe wie möglich kommen und die die Vegetationsoberfläche und auch alle vom Menschen geschaffenen Objekte darstellen.

Digitale Geländemodelle (DGM) hingegen zeigen nur die natürlichen Höhenlinien; für dieses "natürliche Erdoberflächenmodell werden Vegetation und Gebäude digital entfernt - ein Prozess, der oft rechenintensiv ist und insbesondere in großen und dicht besiedelten Stadtgebieten eine Herausforderung darstellen kann.


Obwohl es keine allgemein anerkannte Lehrbuchdefinition gibt, wird der Begriff "Digitale Höhenmodelle" (DHM) hauptsächlich als Oberbegriff sowohl für DGM als auch für DOM verwendet.

Eine der umfangreichsten Missionen zur Erstellung digitaler Höhenmodelle der Erde wurde im Februar 2000 gestartet, als das Space Shuttle Endeavour (STS-99) seine "Space Shuttle Radar Topography Mission" (SRTM) flog: In 11 Tagen umkreiste die Endeavour die Erde 16 Mal und erfasste 83 Prozent ihrer Oberfläche, von 56° südlicher Breite bis 60° nördlicher Breite; die Daten ihres interferometrischen Radars mit synthetischer Apertur (InSAR) mit zwei Antennen ermöglichten die Erstellung digitaler Höhenmodelle mit einer Auflösung von 30 Metern und einer vertikalen Genauigkeit von etwa 15 Metern. Der United States Geological Service (USGS) stellte schließlich 2015 die gesamten Datensätze zum freien Download für jedermann zur Verfügung.

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Januar 2022
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